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SAC Application Design – Teil 3: Widgets

Dieser Blog-Beitrag ist der dritte Teil der Blog Serie SAC Application Design, in der es um den Application Design Modus innerhalb der SAP Analytics Cloud geht.

Nachdem im ersten Teil die Grundlagen der SAP Analytics Cloud dargestellt und im zweiten Teil ein Überblick der Modellerstellung gegeben wurde, wird nun um das Erstellen einer „Analytic Application“ und das Einfügen und Formatieren von einfachen „Widgets“ behandelt..

1. Was ist ein Widget?

Bevor wir uns mit der Erstellung einer Analytic Application, dem Einfügen von Widgets und eventuellen Formatierungsoptionen beschäftigen, lohnt es sich kurz zu erklären, was ein Widget ist: Die Bezeichnung Widget setzt sich zusammen aus den Wörtern „Window“ und „Gadget“, im Deutschen „Fenster“ und „Apparat“.

Bei Widgets handelt es sich demnach ursprünglich um kleine Apparate innerhalb eines grafischen Fensters. Dabei kann mit Hilfe von Widgets mit dem grafischen Fenster interagiert werden, um den Zustand beziehungsweise die Darstellung zu ändern. Ein einfaches Beispiel ist hier zum Beispiel ein Dropdown-Menü zur Auswahl bestimmter Filter, die auf eine Grafik oder eine Tabelle angewendet werden sollen.

2. Wie werden Widgets im SAC Application Design verwendet?

Im Application Design Modus werden Widgets ähnlich verwendet wie auch im klassischen Story Modus. Wenn zum ersten Mal eine Analytic Application in der SAC erstellt wird, erscheint ein leeres „Canvas“. Dieses ist die Fläche die nach dem Ausführen der Analytic Application für den Benutzer sichtbar ist. Um diese Fläche mit Leben zu füllen, werden auf dieser Fläche verschiedene Widgets eingefügt, die zur Darstellung der gewünschten Informationen dienen.

In der  SAP Analytics Cloud werden alle Elemente, die auf dem Canvas hinzugefügt werden, als Widgets bezeichnet. Auch Grafiken und Textfelder fallen in die Kategorie Widgets. Diese sind also im Gegensatz zu ihrer ursprünglichen Bedeutung in SAP Analytics Cloud nicht zwangsläufig interaktiv. Der Vorteil des Application Design Modus gegenüber dem Story Modus ist, dass sich die Funktionalität und das Verhalten der Widgets mit Hilfe von Scripting genau an die eigenen Bedürfnisse und Anforderungen anpassen lassen.

3. Welche Arten von Widgets gibt es im SAP Analytics Cloud Application Design Modus?

Es werden alle Elemente, die auf dem Canvas einer Analytic Application hinzugefügt werden, als Widgets bezeichnet. Die Auswahl der verfügbaren Widgets ist bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Entwicklung gross und wird im Laufe der Zeit mit Sicherheit noch anwachsen. Die Grafik listet alle zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels verfügbaren Widgets und ihren jeweiligen Hauptanwendungszweck auf.

Je nach Anwendungszweck kann es Sinn machen, ein Widget anders zu verwenden als ursprünglich gedacht. Ein einfaches Beispiel hierfür sind Shapes, die mit Hilfe von wenigen Codezeilen zu transparenten Buttons umfunktioniert werden können, um durch einen Klick auf ein bestimmtes Tabellenfeld ein Popup zu öffnen.

4. Einfügen von Tabellen und Grafiken sowie Formatierungsoptionen

Zwar kann eine Analytic Application auch ohne ein bestehendes Daten-Modell erstellt werden, aber in diesem Fall können dann keine eigenen Daten verwendet werden. Ein Beispiel hierfür wäre eine Analytic Application, die nur RSS-Feed- und Web-Page-Widgets enthält und nur zur Darstellung von Neuigkeiten dient. Das eigentliche Einsatzgebiet von der SAP Analytics Cloud ist jedoch die Verarbeitung, Analyse und Darstellung von unternehmenseigenen Daten und hierfür muss zumindest ein einfaches Modell erstellt worden sein, wie bereits in Teil 2 dieser Blog-Serie erläutert worden ist.

a) Eine neue Analytic Application kann ganz einfach über das Hauptmenü mit einem Klick auf „Create“ und „Analytical Application“ erstellt werden. Dann wird die Oberfläche des Application Design Modus gezeigt. Oberhalb des „Canvas“, auf welchem die Widgets eingefügt werden können, befindet sich die Taskleiste, die alle wichtigen Editierfunktionen enthält. Auf der linken Seite  werden alle Elemente die auf dem „Canvas“ hinzugefügt wurden, innerhalb ihrer jeweiligen Kategorie angezeigt. Zusätzlich können hier auch Skriptobjekte und -funktionen  betrachtet werden. Oben links befinden sich die Buttons „Designer“ und „Run Analytical Application“, die dazu dienen, den Design Modus zu aktivieren bzw. die Analytic Application zu starten.

b) Die Taskleiste enthält 5 Abschnitte: File, Views, Insert, Data und Tools. Die wichtigsten Funktionen, mit denen wir uns auch in diesem Blog beschäftigen, befinden sich unterhalb von File und Insert. Unter „Files“ kann die Analytic Application gespeichert, kopiert und dupliziert werden. Mit den Optionen von „Views“ lässt sich die in Punkt a) beschriebene Auflistung von Objekten und Funktionen auf der linken Seite ausblenden. Zusätzlich kann ein für das Scripting hilfreiche „Info Panel“ eingeblendet werden. Darin werden Script-Fehler und Referenzen anzeigt. Im Bereich Insert befinden sich alle verwendbaren Widgets, wobei Tabellen und Grafiken eigene Buttons erhalten haben. Unterhalb von „Tools“ und „Data“ befinden sich mit Optionen, die für professionelle Analytic Applications sehr wichtig sind, aber den Rahmen dieser Blog-Serie sprengen würden.

d) Mit einem Klick auf das Tabellen-Symbol unterhalb von „Insert“ lässt sich eine Tabelle einfügen, wobei hier direkt das Modell angegeben werden kann, das verwendet werden soll. Dies lässt sich für jedes Widget individuell bestimmen, sodass mehrere unterschiedliche Modelle in einer Analytic Application verwendet werden können. Bei einem Klick auf die Tabelle erscheint rechts wie bei allen anderen Widgets auch eine Leiste mit Zusatzfunktionen: gewisse Elemente ausblenden, Thresholds definieren etc.

e) Nach dem Hinzufügen einer Tabelle erscheint auf der rechten Seite die Detailansicht, in der zwischen „Builder“ für das eigentliche Anlegen der Tabelle und „Styling“ für kosmetische Änderungen umgeschaltet werden kann. Diese Detailansicht ist für jedes Widget vorhanden, wobei sich die verfügbaren Optionen stark unterscheiden.

Über die Option „Add Dimension / Measure“ können die gewünschten Dimensionen und Measures zur Tabelle hinzugefügt werden. Da meist spezifische Informationen dargestellt werden sollen, können Measures und Dimensionen über die Filteroption eingeschränkt werden.

Wenn im Modell Hierarchien erstellt wurden, kann auch für diese die gewünschte Granularität gewählt werden (z.B. ob die Daten auf Jahres-, Quartals- oder aber Monatsebene angezeigt werden sollen).

f) Im Layout Modus kann die visuelle Darstellung der zuvor erstellten Tabelle dann bearbeitet werden. Neben klassischen Formatierungsoptionen wie Leselinien, Schriftgrösse und Schriftart kann hier auch die mögliche direkte Interaktion der Endnutzer mit der Tabelle über „Quick Menus“ und „Selection Type“ gesteuert werden.

In diesem Fall haben wir nur die Schriftart geändert, als Template „Reporting-Style“ angegeben und Thresholds für die Werte der Tabelle definiert.

g) Nachdem die gewünschten Änderungen vorgenommen worden sind kann die Version gespeichert und mit einem Klick auf „Run Analytical Application“ oben links ausgeführt werden.

5. Ausblick

Nachdem dieser Beitrag Widgets im Allgemeinen sowie Tabellen innerhalb der SAP Analytics Cloud behandelt hat, werden wir uns in Teil 4 der Serie mit der Erstellung von Grafiken beschäftigen

SAC Application Design – Teil 1: Grundlagen

SAC Application Design – Teil 2: Modellierung

SAC Application Design – Teil 4: Grafiken

SAC Application Design – Teil 5: Scripting

6. Wie weiter:

Weitere Informationen finden Sie hier:  SAP Analytics Cloud Application Design    SAP Analytics Cloud

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